Neuwahlen und 100 Mitglieder

Am 10. Mai 2014 fand im Vogtareuther Hof die jährliche Mitgliederversammlung des Orgelbauvereins St. Emmeram Vogtareuth statt, bei dem heuer Neuwahlen anstanden. Am selben Abend knackte der Förderverein die 100-Mitglieder-Marke.

Der frisch gewählte Bürgermeister Rudolf Leitmannstetter ließ es sich nicht nehmen, vor seinen Aufgaben als Wahlleiter mit einem unterschriebenen Aufnahmeantrag anzutreten. Er würdigte den Orgelbauverein als kulturelle Bereicherung für die Gemeinde; eine Kirche ohne Orgel sei „undenkbar“. Damit war laut Finanzverwalter Franz Bock an diesem Abend auch exakt die magische Marke von 100 Mitgliedern erreicht. Zunächst aber ehrte die Versammlung das im vergangenen Jahr verstorbene Vereinsmitglied Emmeram Rinser.

Gegenzeichnen durfte der Erste Vorsitzende Harald Grella den Aufnahmeantrag sowohl als alter wie als neuer Erster Vorsitzender. Denn die Neuwahlen bestätigten den kompletten Vorstand im Amt: neben Grella an der Spitze auch Richard Eschlbeck (Zweiter Vorsitzender), Franz Bock (Finanzverwalter), Florian Eichberger (Schriftführer) sowie als Beisitzer Annemarie Bock, Christa Bader, Wolfgang Neugebauer und Sepp Rumberger, ferner Georg Görgmayer und Martina Schmidmaier (Rechnungsprüfung). Unter den geborenen Mitgliedern wird neben Pfarrer Guido Seidenberger und Kirchenpfleger Josef Klaffl künftig Anita Rinser in Vertretung der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Brigitte Neugebauer an den Sitzungen teilnehmen.

Zuvor hatte Richard Eschlbeck auf die erfolgreichen musikalischen Höhepunkte des Jahres zurückgeblickt – das Kirchenkonzert des Trostberger Adam-Gumpelz­haimer-Chors zu Heiligdreikönig, das Mariensingen im Juli und das Adventskonzert –, sodass der Schriftführung nur vom Büchsenwurfstand am Pfarrfest, von der Teilnahme am Vogtareuther Christkindlmarkt und von Orgelführung durch Sepp Rumberger als Beitrag zum Ferienprogramm der Schön-Klinik zu berichten blieb. Franz Bock bezifferte den finanziellen Zuwachs bei Einzelspenden bis zu 3000 Euro im Jahr 2013 auf 10.359,66 Euro, wobei Harald Grella betonte, das Vereinsziel sei nicht die Komplettfinanzierung einer neuen Orgel, sondern die Unterstützung der Kirchenverwaltung bei diesem Vorhaben. Die Kassenprüfer befanden die Kassenführung für einwandfrei. Die Entlastung des Vorstands erfolgte ohne Gegenstimme. In Ergänzung der Tagesordnung wurde satzungsgemäß außerdem als Fälligkeitsdatum für den Einzug der Mitgliedsbeiträge zum 15. März festgesetzt.

Pfarrer Guido Seidenberger dankte Vorstand, Mitgliedern und Spendern für die wertvolle Arbeit und für die Verdienste um das kulturelle Leben der Gemeinde. Orgelmusik sei „unverzichtbar“ und gehöre wie der Kirchenchor zum gottesdienstlichen Kernbestand. Harald Grella dankte abschließend für das neu gesetzte Vertrauen sowie allen Spendern, Helfern und Mitgliedern für die gute Arbeit 2013.

Unter den Wünschen und Anträgen fand vor allem die von Martina Schmidmaier vorgeschlagene „Würstlstrategie“ Beachtung: ein Würstlverkauf nach Fronleichnam, was sich andernorts bereits gut bewährt habe, sowie ein Würstlverkauf im Anschluss an einen 10.15-Uhr-Gottesdienst bei schönem Wetter – an solchen Tagen falle das Mittagessen sonst oft gehetzt aus und mit der alternativlosen Aussicht auf Senf und Semmel könnten die entlasteten Hausfrauen am Ende sogar die Hausherren zum Gottesdienst ködern.