Zum Christkindlmarkt gleich das Adventskonzert

Vor Weihnachten drängeln sich die Termine immer heftiger. So fielen der Vogtareuther Christkindlmarkt und das Adventssingen am Ende doch auf denselben Termin: den zweiten Adventssonntag am 8. Dezember. Ziemlich hastig mussten die Veranstalter des Orgelbauvereins daher am Stand die Kasse zuklappen und sich in Schale für den Konzertabend werfen.

Adventskonzert 2013
Adventskonzert 2013

Richard Eschlbeck hatte als Zweiter Vorsitzender und musikalischer Organisator wieder Beitragende in einer guten Mischung gewonnen: Der versammelte Kirchenchor von St. Emmeran legte unter der Leitung von Martina Schmidmaier gewissermaßen das klangliche Fundament, präzise im Einsatz und z.B. bei „Es ist ein weiter Weg“ (dies im Übrigen Vogtareuther Eigengut aus der Schmidmaier-Feder) mit einer Dynamik, die aus dem Halbrund des Altarraums bestens zur Geltung kommt.

Im Gesang gaben außerdem zwei bereits im Vorjahr bewährte Dreiergruppen ein Heimspiel: die Straßkirchener Sängerinnen (Marianne Kink, Maria Weiß und Christine Gaßner) in ihrer wie selbstverständlich eingespielten Ruhe und die heuer zum Pendant umbenannten Vogtareuther Sänger (2013 firmierten sie noch als Vogtareuther Mannergsang). Neben Eschlbeck selbst, Lukas Herzog und Martin Weyland ist hier besonders Hans Poll zu danken, der für den erkrankten Sepp Rumberger kurzfristig aus Zaisering her einsprang.

Dass Eschlbeck zu Beginn (wie bei diesen Abenden mittlerweile üblich) um Stille zwischen den Stücken gebeten hatte – man möge das gesammelte Klatschen für den Schlussapplaus aufsparen –, erwies sich einmal mehr als sinnvoll, weil dadurch mitunter ganz reizende Kontraste von Ensembles, Instrumenten und Stimmen deutlich wurden. So überraschte die blitzsauber eingerichtete Eabach Musi mit schnellen (und sicheren) Tempiwechseln, während das Bruchbeckbachä-Harfentrio (Marlene und Elisabeth Asböck sowie Magdalena Auer) nach reiner Harmonieschönheit in die Saiten griff. Für Abstecher aus dem Klangspektrum des (Vor-)Alpenraums sorgten Sandra und Jürgen Hofbauer (Querflöte und Gitarre) mit „Oh my Joseph“ und ihren beiden Pastorales.

Gegliedert wurde dieser besinnliche Abend durch die Wortbeiträge von Pfarrer Guido Seidenberger. Ihm sei dafür ebenso gedankt wie allen Benefizbeiträgern, den Helfern im Hintergrund und dem großzügigen Publikum, das nicht mit Applaus und nicht mit Spenden sparte.